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Notizblog

Homelab: Beiträge rund um Aufbau und Betrieb meines eigenen Homelabs:
von Hardware und Netzwerk bis zu selbst gehosteten Diensten und smarter Haussteuerung.
Eigene Lösungen statt fertiger Anbieter, mit allem Basteln und Lernen, das dazugehört.

08. September 2026

Fähigkeiten ergänzen: passende Skills für die Rollen und Aufgaben finden

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ein KI-Assistent kann schon ohne Erweiterungen erstaunlich viel. Für ein konkretes Projekt reicht „erstaunlich viel" aber selten als Arbeitsweise. Beim Aufbau des Second Brain kamen zuletzt drei sehr unterschiedliche, eigenständige Projekte zusammen: der Website-Relaunch, die…
20. August 2026

Wie Wissen ins Second Brain kommt: Web-Clipper, YouTube-Transkripte und Bücher

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Der letzte Teil dieser Serie endete mit einer offenen Frage: Wie gut ein Redakteur Themen clustern kann, hängt direkt davon ab, was überhaupt an Input hereinkommt – und wie es dort ankommt. Der große Notion-Import…
18. August 2026

Arbeiten im Second Brain: Claude Remote auf LXC und der Zugriff aufs LLM-Wiki über TrueNAS

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Das Rollenmodell aus den letzten Teilen dieser Serie beantwortet, wer im Second Brain mit welchen Rechten arbeitet. Offen blieb bislang eine ganz praktische Frage: Wo findet diese Arbeit eigentlich statt, wenn ich nicht am Schreibtisch-PC…
14. August 2026

Vom Konzept zum ersten echten Testlauf: das Übergabe-Artefakt-Schema in der Praxis

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Der Second-Brain-Bibliothekar aus Beitrag 4 darf laut Rollenmodell keine Quellnotizen verändern – nur lesen. Das wirft sofort eine praktische Frage auf: Wie kommen seine Erkenntnisse dann überhaupt irgendwo an? Und wie bleibt nachvollziehbar, wenn derselbe…
12. August 2026

Die fünfte Rolle: wie der Kurator (agt_kur) das Rollenmodell selbst korrigiert

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ein Rollenmodell zu entwerfen und mit genau diesem Entwurf gegen eine bereits getroffene, dokumentierte Entscheidung zu verstoßen, ohne es zu merken – das ist mir beim Ausarbeiten meiner fünften Rolle tatsächlich passiert. Aufgefallen ist der…
11. August 2026

Vier Rollen für ein Second Brain: wie ich Agenten-Verantwortlichkeiten definiert habe

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Irgendwann habe ich nachgezählt: 1.638 Input-Notizen standen nur 36 tatsächlich verarbeiteten Notizen gegenüber – weniger als drei Prozent. Das Sammeln hatte in meinem Second Brain längst funktioniert, das Verarbeiten nicht. Die eigentliche Frage war dabei…
05. August 2026

Wenn das Kanban-Board bricht: Grenzen des Task-Board-Plugins und der Weg zu Bases

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Mit dem Prozessmodell stand fest, wie ich über mein Second Brain denken will. Für die tägliche Arbeit brauchte ich aber auch ein Werkzeug, das dieses Denken abbildet – ein Kanban-Board für Projekte und Aufgaben. Genau…
01. August 2026

Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Nach dem Datenimport aus Notion stand die nächste Frage im Raum: Nach welcher Logik sollen die zusammengeführten Daten künftig geordnet werden? Naheliegend war PARA (Projects/Areas/Resources/Archive) / fortelabs.com – das bekannteste Ordnungssystem in diesem Umfeld. Es…
11. Juli 2026

Vendor-Lock-In vs. Second-Brain-Ziel: warum Werkzeugunabhängigkeit ein Nebeneffekt ist, kein Zweck

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Bevor ich mich der eigentlichen Ordnungsfrage meines Second Brain zugewandt habe (Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist), musste ich mir über etwas Grundlegenderes klar werden: Wie hält man Kontext über viele Chat-Sessions…
10. Juni 2026

Warum ich Notion verlassen habe, und wie der Umzug ins Second Brain lief

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ich habe über Jahre hinweg mein privates Wissen in Notion gesammelt: Projektnotizen, Buchzusammenfassungen, Recherchen, Ideen für diesen Blog. Über 1.600 Einträge kamen so zusammen. Alles unter dem Second-Brain-Ansatz, mit dem Vorsatz, aus den Inputs im…
18. Mai 2026

Home-Assistant-Backups auf TrueNAS: die Haussteuerung absichern

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie hatte ich TrueNAS als zentralen Netzwerkspeicher vorgestellt, im letzten Beitrag bin ich tiefer auf dessen Aufbau eingegangen. Diesmal geht es um eine konkrete Nutzung dieses Speichers: die automatische Absicherung meiner Home-Assistant-Instanz.…
30. April 2026

Home Assistant sauber strukturieren: Abstraktionsebene und Label-Konzept

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie hatte ich Home Assistant als Herzstück meiner Haussteuerung erwähnt. Mit der Zeit ist daraus mehr geworden als eine Sammlung einzelner Automationen: Ohne bewusste Struktur wächst so ein System schnell über den…
13. April 2026

TrueNAS als Storage-Fundament: ein zentraler Netzwerkspeicher fürs Homelab

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie habe ich TrueNAS bereits kurz als meinen zentralen Netzwerkspeicher erwähnt. Diesmal gehe ich tiefer: Warum überhaupt ein eigenes NAS statt verteilter Daten je Dienst, wie ich den Speicher technisch aufgebaut habe…
27. März 2026

Mein Homelab: Aufbau, Hardware und der Start einer neuen Artikel-Serie

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Seit einiger Zeit betreibe ich zu Hause ein eigenes kleines Rechenzentrum: mehrere Mini-PCs, ein Netzwerkspeicher und darauf verteilt eine wachsende Zahl an Diensten, die ich selbst einrichte, pflege und weiterentwickle. Diesen Beitrag verstehe ich als…
Fähigkeiten ergänzen: passende Skills für die Rollen und Aufgaben finden

Ein KI-Assistent kann schon ohne Erweiterungen erstaunlich viel. Für ein konkretes Projekt reicht „erstaunlich viel" aber selten als Arbeitsweise. Beim Aufbau des Second Brain kamen zuletzt drei sehr unterschiedliche, eigenständige Projekte zusammen: der Website-Relaunch, die Auswertung des Second Brain selbst und Architekturfragen im Homelab. Dieselbe allgemeine Unterhaltung dafür jedes Mal neu zu briefen, wäre möglich gewesen, aber ineffizient. Sinnvoller war es, gezielt nach Skills zu suchen: kleinen, wiederverwendbaren Fähigkeiten, die einen bestimmten Arbeitskontext mitbringen und sich automatisch je nach Aufgabe dazuschalten. Die schwierigste Frage dabei war nicht, ob es solche Erweiterungen gibt, sondern welche davon tatsächlich zum jeweiligen Problem passen und vertrauenswürdig genug sind.

Ein Skill ist kein Allzweck-Upgrade

Der Begriff klingt zunächst nach einem App-Store für die KI. Praktisch ist ein Skill eher eine konzentrierte Arbeitsanweisung samt Werkzeugen und Fachwissen für eine wiederkehrende Aufgabe – nicht dafür gedacht, den Assistenten grundsätzlich „besser" zu machen, sondern ein bestimmtes Problem verlässlicher abzudecken. Genau deshalb war die Zuordnung wichtiger als die Anzahl der Installationen: Ein Skill für Datenauswertung hilft nicht bei einer Architekturentscheidung, ein Paket für UI-Animation ist kein Ersatz für sauberes Systemdesign.

Drei laufende Projekte haben die eigentliche Auswahl strukturiert. Für den Website-Relaunch wurden Hilfen für Frontend-Gestaltung, Design-Kontext, UX-Referenzen und Animation gesucht. Das Second Brain brauchte Werkzeuge für Tabellen, Abfragen und Visualisierungen. Im Homelab ging es um Architektur, Fehlersuche, Dokumentation und Tests. Ergänzend, aber deutlich kleiner im Umfang, lief die laufende Blog-Redaktion mit – dafür reichte ein einzelner, unterstützender Skill gegen typische Textmuster im Deutschen, kein eigenes Paket.

Der Name allein reicht nicht

Die Recherche war der eigentliche Arbeitsaufwand. In Skill-Verzeichnissen tauchen oft ähnliche oder identische Namen auf, aber mit unterschiedlichen Autor:innen, Reifegraden und Zielen. Besonders deutlich wurde das bei einem bestimmten Stil-Korrektiv gegen zu generisch wirkende Designs: gleich vier verschiedene Repositories trugen praktisch denselben Namen. Erst der Blick in README, Verbreitung und Aktualität zeigte, welches davon das Original mit deutlichem Abstand war.

Auch exakte Bezeichnungen können täuschen. Ein gesuchter Daten-Skill hieß nicht create-wiz, sondern create-viz – ein einzelnes Zeichen Unterschied. Deutlich lehrreicher war ein zweiter Fehler: Zwei weitere Skills für Architektur und Fehlersuche schienen nach einer ersten, oberflächlichen Suche zu fehlen, waren im Quell-Repository bei genauerer Prüfung aber real vorhanden. Die Konsequenz: Bei Skill-Namen zählt nur die Prüfung direkt an der Quelle, nicht der erste schnelle Treffer.

Ein Blockversuch: echte Suche im Wiki

Ein Ziel ließ sich auf diesem Weg nicht erreichen. Parallel zur Skill-Suche wurde versucht, echte Volltextsuche über den gesamten Vault zu bekommen – nicht als neuer Skill, sondern über einen MCP-Server, der die Embeddings des bereits installierten Obsidian-Plugins Smart Connections wiederverwenden sollte. Der Versuch scheiterte an einer schlichten Versions-Inkompatibilität: Das Vault-Plugin läuft inzwischen auf Version 4.7, der verfügbare MCP-Server unterstützt bislang nur das ältere 3.x-Datenformat – Ergebnis war kein halb funktionierender Zugriff, sondern gar keine geladene Verbindung. Statt an dieser Stelle weiter zu debuggen, wurde der Ansatz bewusst zurückgestellt, die kaputte Server-Konfiguration wieder entfernt und eine unabhängige Alternative für einen späteren Anlauf vorgemerkt. Das daraus ein ganz eigenes Projekt werden würde (echtes Retrieval für den Second-Brain-Redakteur), ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ergebnis: sieben Pakete für drei Projekte plus eine Randaufgabe

Am Ende standen sieben Plugins über die offizielle Claude-Code-Plugin-Verwaltung sowie ein eigenständiges Zehner-Skill-Paket, das über einen unabhängigen Installationsweg eingebunden wurde, weil es kein eigenes Marktplatz-Format mitbringt. Zugeordnet wurden sie so:

  • Website-Relaunch: mehrere komplementäre Design-Skills – ein offizielles Frontend-Grundgerüst, ein Design-Kontext-Zwang vor dem eigentlichen Bauen, eine große UX-Referenzbibliothek, das erwähnte Stil-Korrektiv sowie das zehnteilige Paket für Mikrointeraktionen und Animation.
  • Second-Brain-Auswertung: ein Analyse-Paket für strukturierte, tabellarische Daten – Dashboards, Statistik, Abfragen. Bewusst keine direkte Vault-Volltextsuche, dafür bleibt die oben beschriebene Lücke bestehen.
  • Homelab-Architektur: ein Engineering-Paket mit Architekturentscheidungen, Code-Review, Fehlersuche und Deployment-Checklisten.
  • Blog-Redaktion (unterstützend): ein einzelner Skill als Nachbearbeitungsschritt für Blog- und LinkedIn-Entwürfe, kein eigenständiges Projektpaket.

Alle Skills triggern seither automatisch je nach Aufgabenkontext, ohne einzeln aufgerufen werden zu müssen – geschrieben wird weiterhin ganz normal, das passende Fachwissen wird im Hintergrund dazugeschaltet.

Fazit und Ausblick

Der wichtigste Gewinn ist nicht die Zahl installierter Erweiterungen, sondern die Zuordnung: Drei laufende Projekte reagieren jetzt mit passenderem Kontext, ohne dass jede Aufgabe bei null anfängt, während die Blog-Redaktion bewusst nur eine kleine, unterstützende Ergänzung bekommen hat statt eines eigenen Pakets. Offen bleibt eine einzelne, aber spürbare Lücke: eine echte semantische Suche über den gesamten Second-Brain-Bestand, die am Versionskonflikt mit dem bestehenden Vault-Plugin gescheitert ist. Sie ist dokumentiert und wartet auf einen zweiten Anlauf. Fähigkeiten gezielt ergänzen, ihre Herkunft prüfen und eine Lücke lieber offen lassen als sie hinter einer scheinbaren Lösung zu verstecken – das bleibt für ein wachsendes Second Brain die brauchbarere Haltung. Der nächste Teil der Serie bleibt auf dieser Second-Brain-Ebene, wendet sich aber wieder einem konkreten Ergebnis statt einer offenen Baustelle zu.