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Notizblog

Homelab: Beiträge rund um Aufbau und Betrieb meines eigenen Homelabs:
von Hardware und Netzwerk bis zu selbst gehosteten Diensten und smarter Haussteuerung.
Eigene Lösungen statt fertiger Anbieter, mit allem Basteln und Lernen, das dazugehört.

18. August 2026

Arbeiten im Second Brain: Claude Remote auf LXC und der Zugriff aufs LLM-Wiki über TrueNAS

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Das Rollenmodell aus den letzten Teilen dieser Serie beantwortet, wer im Second Brain mit welchen Rechten arbeitet. Offen blieb bislang eine ganz praktische Frage: Wo findet diese Arbeit eigentlich statt, wenn ich nicht am Schreibtisch-PC…
14. August 2026

Vom Konzept zum ersten echten Testlauf: das Übergabe-Artefakt-Schema in der Praxis

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Der Second-Brain-Bibliothekar aus Beitrag 4 darf laut Rollenmodell keine Quellnotizen verändern – nur lesen. Das wirft sofort eine praktische Frage auf: Wie kommen seine Erkenntnisse dann überhaupt irgendwo an? Und wie bleibt nachvollziehbar, wenn derselbe…
12. August 2026

Die fünfte Rolle: wie der Kurator (agt_kur) das Rollenmodell selbst korrigiert

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ein Rollenmodell zu entwerfen und mit genau diesem Entwurf gegen eine bereits getroffene, dokumentierte Entscheidung zu verstoßen, ohne es zu merken – das ist mir beim Ausarbeiten meiner fünften Rolle tatsächlich passiert. Aufgefallen ist der…
11. August 2026

Vier Rollen für ein Second Brain: wie ich Agenten-Verantwortlichkeiten definiert habe

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Irgendwann habe ich nachgezählt: 1.638 Input-Notizen standen nur 36 tatsächlich verarbeiteten Notizen gegenüber – weniger als drei Prozent. Das Sammeln hatte in meinem Second Brain längst funktioniert, das Verarbeiten nicht. Die eigentliche Frage war dabei…
05. August 2026

Wenn das Kanban-Board bricht: Grenzen des Task-Board-Plugins und der Weg zu Bases

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Mit dem Prozessmodell stand fest, wie ich über mein Second Brain denken will. Für die tägliche Arbeit brauchte ich aber auch ein Werkzeug, das dieses Denken abbildet – ein Kanban-Board für Projekte und Aufgaben. Genau…
01. August 2026

Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Nach dem Datenimport aus Notion stand die nächste Frage im Raum: Nach welcher Logik sollen die zusammengeführten Daten künftig geordnet werden? Naheliegend war PARA (Projects/Areas/Resources/Archive) / fortelabs.com – das bekannteste Ordnungssystem in diesem Umfeld. Es…
11. Juli 2026

Vendor-Lock-In vs. Second-Brain-Ziel: warum Werkzeugunabhängigkeit ein Nebeneffekt ist, kein Zweck

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Bevor ich mich der eigentlichen Ordnungsfrage meines Second Brain zugewandt habe (Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist), musste ich mir über etwas Grundlegenderes klar werden: Wie hält man Kontext über viele Chat-Sessions…
10. Juni 2026

Warum ich Notion verlassen habe, und wie der Umzug ins Second Brain lief

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ich habe über Jahre hinweg mein privates Wissen in Notion gesammelt: Projektnotizen, Buchzusammenfassungen, Recherchen, Ideen für diesen Blog. Über 1.600 Einträge kamen so zusammen. Alles unter dem Second-Brain-Ansatz, mit dem Vorsatz, aus den Inputs im…
18. Mai 2026

Home-Assistant-Backups auf TrueNAS: die Haussteuerung absichern

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie hatte ich TrueNAS als zentralen Netzwerkspeicher vorgestellt, im letzten Beitrag bin ich tiefer auf dessen Aufbau eingegangen. Diesmal geht es um eine konkrete Nutzung dieses Speichers: die automatische Absicherung meiner Home-Assistant-Instanz.…
30. April 2026

Home Assistant sauber strukturieren: Abstraktionsebene und Label-Konzept

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie hatte ich Home Assistant als Herzstück meiner Haussteuerung erwähnt. Mit der Zeit ist daraus mehr geworden als eine Sammlung einzelner Automationen: Ohne bewusste Struktur wächst so ein System schnell über den…
13. April 2026

TrueNAS als Storage-Fundament: ein zentraler Netzwerkspeicher fürs Homelab

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie habe ich TrueNAS bereits kurz als meinen zentralen Netzwerkspeicher erwähnt. Diesmal gehe ich tiefer: Warum überhaupt ein eigenes NAS statt verteilter Daten je Dienst, wie ich den Speicher technisch aufgebaut habe…
27. März 2026

Mein Homelab: Aufbau, Hardware und der Start einer neuen Artikel-Serie

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Seit einiger Zeit betreibe ich zu Hause ein eigenes kleines Rechenzentrum: mehrere Mini-PCs, ein Netzwerkspeicher und darauf verteilt eine wachsende Zahl an Diensten, die ich selbst einrichte, pflege und weiterentwickle. Diesen Beitrag verstehe ich als…
Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist

Nach dem Datenimport aus Notion stand die nächste Frage im Raum: Nach welcher Logik sollen die zusammengeführten Daten künftig geordnet werden? Naheliegend war PARA (Projects/Areas/Resources/Archive) / fortelabs.com – das bekannteste Ordnungssystem in diesem Umfeld. Es fühlte sich aber von Anfang an nicht richtig an, ohne dass ich genau hätte benennen können, warum - (siehe Beitrag 1 dieser Serie).

PARA prüfen, PARA verwerfen

Ein strukturierter Abgleich anhand mehrerer Leitfragen brachte die eigentliche Ursache ans Licht: Ich denke prozessorientiert ("was ist als Nächstes zu tun"), nicht ablageorientiert ("wo liegt das ab"). Die vier festen PARA-Kategorien wirkten für meine tatsächlichen Themen zu starr. Vor allem aber ist PARA eine reine Ablage-Taxonomie – Dashboard, wiederkehrende Reviews und Claude als aktiver Mitwirkender kommen darin schlicht nicht vor, obwohl genau das für mein System zentral sein sollte.

Referenzmodelle im Vergleich

Bevor ich PARA verworfen habe, habe ich mehrere Modelle nicht gegeneinander, sondern übereinander gelegt – als unabhängige Achsen auf denselben Inhalt, nicht als konkurrierende Alternativen:

  • Workflow-Achse (C.O.D.E.): Capture → Organize → Distill → Express – beantwortet, was gerade mit einem Inhalt passiert.
  • Ablage-Achse (lose PARA-Begriffe): beantwortet, wo ein Inhalt aktuell einsortiert ist.
  • Reifegrad-Achse: Inbox → Seed → Growing → Evergreen – beantwortet, wie weit ein Inhalt inhaltlich verdichtet ist.

Die wichtigste Erkenntnis dabei: Ablageort und Reifegrad sind unabhängig voneinander. Eine Notiz kann bei den Resources liegen und trotzdem noch im Reifegrad Seed sein – der Ordner sagt nichts über die inhaltliche Qualität aus. Parallel dazu habe ich einen ersten System-Prompt entworfen, der Claude als Co-Piloten für dieses Second Brain positioniert – ein erster Versuch, das Konzept in eine Form zu bringen, mit der sich tatsächlich arbeiten lässt.

Klärungsbedarf unterwegs

Ein paar Punkte mussten sich im Verlauf noch präzisieren. Der wichtigste: "Archiv" sollte kein physischer Ordner sein, in den Inhalte verschwinden, sondern ein Property-Filter – der Inhalt bleibt an seinem Ort, nur sein Status ändert sich. Zwei weitere Fragen blieben zunächst offen: welches Werkzeug sich fürs Erfassen neuer Inhalte unterwegs eignet, und wie sicher automatisierte Abläufe (Cronjobs, die im Hintergrund Reviews anstoßen) laufen dürfen, ohne dass etwas unbeaufsichtigt passiert.

Die Entscheidung: ein eigenes Prozessmodell

Am Ende stand eine bewusste Richtungsentscheidung: PARA verworfen zugunsten eines eigenen Prozessmodells – Input → Review-Vorschlag → Task/Project → Extrakt → Dashboard, mit einem Cronjob und Claude als aktiven Akteuren im Review-Schritt. Entscheidend dabei: Dieser Review-Schritt erzeugt ausdrücklich nur Vorschläge, keine automatisch übernommenen Aufgaben. Erst wenn ich mich aktiv einem Vorschlag zuwende, wird daraus etwas Verbindliches. Auch die Automatisierung selbst bleibt vorerst zurückhaltend: Der Cronjob startet nur auf Anweisung, volle Automatisierung folgt frühestens, "wenn sich der Prozess bewährt hat" – eine bewusste Sicherheitsgrenze, keine technische Verlegenheitslösung.

Ergebnis

Aus diesem Abgleich ist ein konsolidiertes Zielverständnis-Dokument entstanden, das seit heute als gemeinsame Referenz für alle weiteren Arbeiten am Second Brain dient – für mich selbst ebenso wie als Grundlage, gegen die sich Claude in künftigen Sessions abgleichen lässt.

Ausblick

Mit einem Prozessmodell statt einer Ablage-Taxonomie stand fest, wie ich künftig über mein Second Brain denken will. Wie sich das auf der Werkzeugebene tatsächlich umsetzen lässt, erwies sich schnell als eigene Baustelle – etwa bei der Suche nach einem Projekt-Board, das zu diesem Prozessdenken passt, statt es zu untergraben. Davon handelt der nächste Teil dieser Serie - Wenn das Kanban-Board bricht: Grenzen des Task-Board-Plugins und der Weg zu Bases.