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Homelab: Beiträge rund um Aufbau und Betrieb meines eigenen Homelabs:
von Hardware und Netzwerk bis zu selbst gehosteten Diensten und smarter Haussteuerung.
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KI-Agenten-Vorfälle - Von Hugging Face bis Medicare
Am Samstag, den 26. September 2026, meldet OpenAI weitere Vorfälle: KI-Agenten haben 53 Nutzerbilder im Netz veröffentlicht und auf Websites von US-Behörden zugegriffen. Zugleich wird bekannt, dass OpenAI das Training seiner leistungsstärksten Modell ...
Eine eigene Statuszeile fürs Terminal: mehr Überblick bei der Arbeit mit Claude Code
Wer täglich mit einer KI im Terminal arbeitet, kennt das Problem: Wie ausgelastet die laufende Sitzung gerade ist, wie nah man an ein Nutzungslimit kommt oder was sie bereits gekostet hat, bleibt normalerweise unsichtbar. Man merkt es meist erst, wen ...
Fähigkeiten ergänzen: passende Skills für die Rollen und Aufgaben finden
Ein KI-Assistent kann schon ohne Erweiterungen erstaunlich viel. Für ein konkretes Projekt reicht „erstaunlich viel" aber selten als Arbeitsweise. Beim Aufbau des Second Brain kamen zuletzt drei sehr unterschiedliche, eigenständige Projekte zusammen: ...
Wie Wissen ins Second Brain kommt: Web-Clipper, YouTube-Transkripte und Bücher
Der letzte Teil dieser Serie endete mit einer offenen Frage: Wie gut ein Redakteur Themen clustern kann, hängt direkt davon ab, was überhaupt an Input hereinkommt – und wie es dort ankommt. Der große Notion-Import hatte den bestehenden Wissensbestand ...
Arbeiten im Second Brain: Claude Remote auf LXC und der Zugriff aufs LLM-Wiki über TrueNAS
Das Rollenmodell aus den letzten Teilen dieser Serie beantwortet, wer im Second Brain mit welchen Rechten arbeitet. Offen blieb bislang eine ganz praktische Frage: Wo findet diese Arbeit eigentlich statt, wenn ich nicht am Schreibtisch-PC sitze? Das ...
Vom Konzept zum ersten echten Testlauf: das Übergabe-Artefakt-Schema in der Praxis
Der Second-Brain-Bibliothekar aus Beitrag 4 darf laut Rollenmodell keine Quellnotizen verändern – nur lesen. Das wirft sofort eine praktische Frage auf: Wie kommen seine Erkenntnisse dann überhaupt irgendwo an? Und wie bleibt nachvollziehbar, wenn de ...
Die fünfte Rolle: wie der Kurator (agt_kur) das Rollenmodell selbst korrigiert
Ein Rollenmodell zu entwerfen und mit genau diesem Entwurf gegen eine bereits getroffene, dokumentierte Entscheidung zu verstoßen, ohne es zu merken – das ist mir beim Ausarbeiten meiner fünften Rolle tatsächlich passiert. Aufgefallen ist der Widersp ...
Vier Rollen für ein Second Brain: wie ich Agenten-Verantwortlichkeiten definiert habe
Irgendwann habe ich nachgezählt: 1.638 Input-Notizen standen nur 36 tatsächlich verarbeiteten Notizen gegenüber – weniger als drei Prozent. Das Sammeln hatte in meinem Second Brain längst funktioniert, das Verarbeiten nicht. Die eigentliche Frage war ...
Wenn das Kanban-Board bricht: Grenzen des Task-Board-Plugins und der Weg zu Bases
Mit dem Prozessmodell stand fest, wie ich über mein Second Brain denken will. Für die tägliche Arbeit brauchte ich aber auch ein Werkzeug, das dieses Denken abbildet – ein Kanban-Board für Projekte und Aufgaben. Genau dort brach mir wenig später eine ...
Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist
Nach dem Datenimport aus Notion stand die nächste Frage im Raum: Nach welcher Logik sollen die zusammengeführten Daten künftig geordnet werden? Naheliegend war PARA (Projects/Areas/Resources/Archive) / fortelabs.com – das bekannteste Ordnungssystem i ...
Vendor-Lock-In vs. Second-Brain-Ziel: warum Werkzeugunabhängigkeit ein Nebeneffekt ist, kein Zweck
Bevor ich mich der eigentlichen Ordnungsfrage meines Second Brain zugewandt habe (Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist), musste ich mir über etwas Grundlegenderes klar werden: Wie hält man Kontext über viele Ch ...
Von der Ingestion zur ersten befüllten Datenbank - Vector Search

Mit dem Embedding-Modell steht die Übersetzung von Text in Zahlenreihen. Jetzt braucht es zwei Dinge: einen Ort, an dem diese Zahlenreihen leben, und ein Skript, das sie für den gesamten Notizbestand erzeugt und dorthin schreibt. Dieser Teil beschreibt das Schema der Datenbank, den sogenannten Ingestion-Service, den ersten vollen Lauf über 1.740 Notizen und einen Kompromiss, den eine unscheinbare Netzwerkfreigabe erzwang.

Was in die Datenbank kommt

Die Suche soll drei Arten von Notizen abdecken: die rohen Eingangsnotizen aus den Erfassungswegen, bereits verarbeitete Notizen und die Zusammenfassungen der Themencluster aus den Übergabe-Artefakten. Sie unterscheiden sich in ihren Metadaten: Tags und Themenbereich heißen je nach Quelle anders und stehen an anderer Stelle. Das Skript muss sie deshalb erst vereinheitlichen, bevor alle in dieselbe Tabelle passen.

Das Schema: eine Tabelle, ein Index

Pro Notiz gibt es genau eine Zeile in einer Tabelle. Sie enthält den Pfad der Notiz als eindeutige Kennung, den Quelltyp, Tags und Themenbereich, eine Prüfsumme des Inhalts, die 768 Zahlen des Embeddings und einen Zeitstempel. Dazu kommt ein spezieller Index vom Typ HNSW. Ohne ihn müsste die Datenbank bei jeder Suche die Anfrage mit jeder einzelnen Zahlenreihe vergleichen. Der Index legt stattdessen eine Art Navigationskarte an und findet den nächsten Nachbarn unter Tausenden Einträgen in Millisekunden. Man kann ihn sich wie ein Inhaltsverzeichnis vorstellen, das man nicht Seite für Seite durchblättern muss. Als Ähnlichkeitsmaß nutzt er dieselbe Cosine-Similarity wie der Modelltest.

Der Einleser mit Gedächtnis

Der Ingestion-Service liest alle Notizen, schickt jede an Ollama zum Embedding und schreibt das Ergebnis in die Datenbank. Damit nicht bei jedem Lauf alles neu berechnet werden muss, speichert er zu jeder Notiz eine Prüfsumme über ihren Inhalt (SHA-256). Beim nächsten Lauf wird nur neu berechnet, was sich tatsächlich geändert hat. Das ist wichtig, weil jede Berechnung Zeit kostet und der Bestand weiter wächst. Ein Test bestätigte es: Ein zweiter Lauf über dieselben 20 Notizen ergab null neue, null aktualisierte und 20 unveränderte Einträge.

Der Stolperstein: eine Netzwerkfreigabe

Eigentlich sollte auch der Ingestion-Service als Container laufen, als vierter Dienst im Stack. Der Vault liegt aber auf einer Netzwerkfreigabe des NAS, die unter Windows als Laufwerk eingebunden ist. Docker Desktop kann solche an die Windows-Sitzung gebundenen Freigaben nicht in einen Container durchreichen: Der Ordner im Container blieb leer, obwohl alles richtig konfiguriert schien. Ich habe mich für einen Kompromiss statt einer Verzögerung entschieden. Der Ingestion-Service läuft in der Entwicklungsphase direkt auf dem Windows-Rechner und spricht die containerisierten Dienste über localhost an. Auf einem Linux-Host lässt sich die Freigabe dagegen wie in der Claude-Remote-LXC auf dem Host einbinden und per Bind-Mount durchreichen. Dort wird die Containerisierung wie geplant nachgeholt.

Der erste volle Lauf

Der Lauf über den gesamten Bestand umfasste 1.740 Notizen: 1.665 Eingangsnotizen, 40 verarbeitete Notizen und 35 Cluster-Zusammenfassungen. Er dauerte knapp drei Minuten. Das ist deutlich schneller als der Modelltest erwarten ließ (0,92 Sekunden pro Notiz, hier rund 0,10). Im Test fiel das Laden des Modells bei jeder kleinen Stichprobe stärker ins Gewicht, im Dauerlauf entfällt dieser Aufwand. Danach habe ich die Zählung nach Quelltyp mit den Dateien im Vault abgeglichen: Es fehlte nichts. Eine Sicherung der Datenbank ist als Dump angelegt, und ein erster Stichproben-Check ergab thematisch plausible Nachbarschaften über alle drei Quelltypen hinweg.

Fazit

Zum Modell aus dem letzten Teil gehört jetzt der Ort, an dem seine Ergebnisse liegen: eine Tabelle mit Index, ein Skript mit Gedächtnis und eine gefüllte Datenbank. Befüllt heißt aber noch nicht nutzbar. Bisher kann niemand eine Frage stellen.

Ausblick

Der nächste Teil macht die Datenbank abfragbar und stellt sie dem Redakteur als Werkzeug zur Verfügung, samt einer Überraschung bei der Software-Version. Zwei Fragen bleiben bewusst offen: Jede Notiz hat bisher genau eine Zahlenreihe, ob das auch bei sehr langen Texten reicht, zeigt ein späterer Teil. Und wie viel echter Inhalt tatsächlich hinter den Notizen steckt, ist eine eigene Geschichte.