Die Digitalisierung verändert alle Bereiche unseres Lebens – von der Art, wie wir arbeiten, bis hin zur Art, wie wir kommunizieren. Mit dieser Entwicklung gehen jedoch auch steigende Umweltbelastungen durch CO₂-Emissionen und hohen Energieverbrauch einher. Das Land Schleswig-Holstein hat die Zeichen der Zeit erkannt und seine GreenIT-Strategie 2.0 entwickelt, die auf eine nachhaltige und umweltschonende Digitalisierung abzielt.
Dieser Blogbeitrag beleuchtet die wesentlichen Ziele, Maßnahmen und die Bedeutung dieser Strategie für die Zukunft des Landes.
Die Bedeutung der GreenIT-Strategie
GreenIT beschreibt den Einsatz von Technologien zur Verringerung negativer Umweltauswirkungen. Angesichts des Klimawandels gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Schleswig-Holstein möchte als Vorreiter auf diesem Gebiet agieren und durch seine Strategie langfristig CO₂-Emissionen einsparen sowie Ressourcen schonen. Die GreenIT-Strategie des Landes zielt darauf ab, nicht nur die eigene Verwaltung nachhaltiger zu gestalten, sondern auch Unternehmen und Bürger zu motivieren, Teil dieses Wandels zu werden.
Ziele und Maßnahmen der GreenIT-Strategie Schleswig-Holsteins
Reduktion von CO₂-Emissionen und Energieverbrauch
Schleswig-Holstein möchte den CO₂-Fußabdruck durch energieeffizientere Rechenzentren und nachhaltigere Geräte minimieren. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Implementierung von Servern mit geringerem Energiebedarf und der vermehrte Einsatz von erneuerbaren Energien für die IT-Infrastruktur. Nach ersten Berechnungen können durch die vollständige Umsetzung aller Maßnahmen in den beiden Handlungsfeldern bis zu 2.400 MWh pro Jahr eingespart werden. Nach Hochrechnungen können so 25 Prozent des Verbrauchs der Landesliegenschaften eingespart werden - dies soll mit der Umsetzung von insgesamt 46 konkreten Maßnahmen erreicht werden.
Förderung von Digitalisierungslösungen mit hoher Energieeffizienz
Die Strategie sieht vor, dass neue digitale Lösungen bereits bei der Entwicklung auf Energieeffizienz hin optimiert werden. So soll gewährleistet werden, dass eingesetzte Technologien nicht nur leistungsfähig, sondern auch ressourcenschonend arbeiten.
Bewusstsein schaffen und Vorbildfunktion übernehmen
Das Land will sowohl in der Verwaltung als auch bei Bürgern und Unternehmen ein Bewusstsein für die Bedeutung einer GreenIT-Strategie schaffen. Hierzu gehören Schulungen, Workshops und Öffentlichkeitsarbeit, um die Prinzipien nachhaltiger Digitalisierung in der breiten Masse zu verankern.
Kreislaufwirtschaft und Recycling
Ein wichtiger Baustein ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft: Geräte sollen so lange wie möglich genutzt und anschließend umweltgerecht recycelt werden. Dies betrifft vor allem IT-Komponenten, die durch moderne Wartungs- und Upgrademöglichkeiten länger im Einsatz bleiben können.
Herausforderungen und Chancen bei der Umsetzung
Die Umsetzung der GreenIT-Strategie bringt auch einige Herausforderungen mit sich. Zum einen sind nachhaltige IT-Lösungen oft mit höheren Anfangsinvestitionen verbunden. Zum anderen erfordert die Umsetzung ein hohes Maß an Know-how und eine kontinuierliche Anpassung an neue Technologien. Die Chancen überwiegen jedoch deutlich: Die Einsparungen im Energieverbrauch und die geringere Umweltbelastung sind langfristig sowohl ökologisch als auch ökonomisch vorteilhaft.
Fazit
Die GreenIT-Strategie Schleswig-Holsteins ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer umweltschonenden Digitalisierung. Sie zeigt, dass moderne Technologie und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können, wenn eine sorgfältige Planung und bewusste Umsetzung stattfinden. Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen setzt das Land ein Zeichen und bietet ein Vorbild, dem andere folgen können.
Ausblick: Die Zukunft der GreenIT in Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein plant, seine GreenIT-Strategie kontinuierlich weiterzuentwickeln und an technologische Fortschritte anzupassen. Zukünftig könnten noch smartere Technologien zum Einsatz kommen, wie etwa künstliche Intelligenz zur Optimierung des Energieverbrauchs. Zudem wird das Land bestrebt sein, weitere Partnerschaften mit Unternehmen und Forschungsinstitutionen einzugehen, um gemeinsam nachhaltige digitale Lösungen zu fördern.
Besonders vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Verwaltung (siehe Handbuch Digitalisierung der Verwaltung und auch bei der Umsetzung von Smart City Projekten (siehe IoT: Strategien, Usecases und Netzwerk in Schleswig-Holstein), wird sich der Energiebedarf anhand neuer Anforderungen und Anwendungen in den nächsten Jahren wachsen. Um so wichtiger ist hier, einen methodischen Ansatz zu entwickeln, der einen ökologischen Betrieb entsprechender Infrastrukturen als Grundlage hat. Die Green-IT-Strategie des Landes Schleswig-Holsteins kann einen wichtigen und nachhaltigen Schritt in diese Richtung machen.
Quellen und weiterführende Informationen: