Moritz Conjé
Projektmanagement
Marketing & Konzeption
T-Shaped Professional

Notizblog

Work-Life-Flow: Beiträge rund um Technik, Tools und Tipps
die mir bei der Organisation und Gestaltung meines Alltags helfen.

Kategorie
03. Februar 2023

Mit dem Second Brain Approach zu mehr Ruhe

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Auf der Suche nach einem System zur Selbstorganisation bin ich im Verlauf der Recherche auf den “Second-Brain-Approach” von Tiago Forte (fortelabs.com/blog) gestoßen. Dieser Ansatz bietet mir grundlegend die Funktionen, welche ich suchte.
16. Januar 2023

Organisationstool für den Alltag

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

In den letzten Jahren, während des Studiums und auch im Berufsalltag waren Notizbücher meine ständigen Begleiter. Sie waren schnell zur Hand und ich konnte mir kurze Notizen machen oder eine kleine Skizze anfertigen; außerdem mochte…
05. Januar 2023

Tablet im privaten Alltag - sinnvoll oder Overkill?

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Mitte 2022 habe ich mich entschieden ein Tablet zu kaufen um zu sehen, ob mir das Gerät im Alltag einen Mehrwert bei den täglichen Aufgaben bringen würde. Ich hatte vor Jahren bereits ein iPad besessen,…
24. August 2022

Audio-Setup im Homeoffice (Reaktivierung Equipment)

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Wir befinden uns weiter mitten im Hoch der großen C-Pandemie und Homeoffice ist ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Das heißt auch, dass der Kontakt zu Kollegen, Vorgesetzten und Projektpartnern weiterhin überwiegend per Videokonferenz stattfindet. Um…
23. August 2022

Webcam-Setup im Homeoffice (mit Freizeitaspekten)

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Nach zwei Jahren Homeoffice ist die Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause immer wieder ein Thema und erfährt stetig kleine Updates. Besonders die Webcam stand zuletzt im Fokus. Der Markt der "Streaming-Cameras" hat die letzten Monate…
16. Dezember 2021

Websitetool: Joomla (+ Extensions)

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Joomla begleitet mich seit 2008 und Version 1.5, die Zeiten von Mambo habe ich also nicht mehr wirklich miterlebt. Ich muss zugeben, zu Anfang war es kein Vergnügen sich in Joomla einzuarbeiten. Ich hatte während…

Nach zwei Jahren Homeoffice ist die Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause immer wieder ein Thema und erfährt stetig kleine Updates.

Besonders die Webcam stand zuletzt im Fokus. Der Markt der "Streaming-Cameras" hat die letzten Monate einige neue Modelle hervorgebracht. Ältere Modelle waren aufgrund der aktuellen Lage und auch der Knappheit von Rohstoffen schnell vergriffen (Logitech C920 HD Prooder) und stiegen stark im Preis. Neue Modelle (Brio Stream 4k oder Elgato Facecam) waren zum Verkaufsstart sehr teuer und aufgrund der Bauweise optisch trotzdem stark eingeschränkt.

Ohne auf Vergleiche eingehen zu wollen, gab es deutliche qualitative Unterschiede, aber keines der Modelle überzeugte mich vollkommen.

Handy als Webcam

Übergansweise probierte ich verschiedene Tools zur Nutzung des Smartphones als Webcam aus. Dies wird per USB oder WLAN und einer entsprechenden App auf dem Gerät und einer Anwendung oder Plugins auf dem Rechner mit diesem verbunden. Die Zuverlässigkeit und Performance/Stabilität war aber bei keinem der Tools zufriedenstellend. Am stabilsten funktionierte die "DroidCam App". Eine Alternative mit den NDI Tools (Webcam Input / Virtual Input) lief teilweise gut, wurden aber unzuverlässig bei der Einbindung in OBS.

Es musste eine andere Alternative her. Wenn ich schon Geld inverstiere, dann lieber in eine Option, die mir neben der Webcam-Funktion weitere Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Homeoffice-Webcam: APSC und Capture Card

Eine Lösung per Digitalkamera (DLSR) und Live-View konnte ich direkt ausprobieren und meine alte Canon EOS 1000D per HDMI und Desktop-App mit dem PC verbinden. Allerdings ohne ein Clean HDMI-Signal, das heißt es wurde direkt der Kameramonitor übertragen, mit alle den Anzeigen und Menüs der Kamera (Belichtung, Blende, ISO). Auch die App zur Einbindung am Rechner funktionierte mehr schlecht als Recht und lieferte nur eine bescheidene Qualität (max. 720p).

Im Verlauf meiner Recherchen war ich auf Sony und die Reihe der APSC-Kameras (Alpha-Modelle) gestoßen, sowie die Kampagnen für die neue ZV-E10. Letztere war aufgrund der Rohstoffe-Krise (s.o.) aber leider nicht so schnell verfügbar und hatte eine sechsmonatige Lieferzeit. Ich suchte auf Ebay-Kleinanzeigen nach gebrauchten Sony Alpha Modellen für den Übergang und konnte mir schließlich eine gebrauchte Alpha 5100 mit zwei Objektiven und etwas Zubehör besorgen. Die 6000er Reihe war zu dem Zeitpunkt auch auf dem Gebrauchtmarkt bereits zu teuer geworden.

Da die A5100 kein USB-Streaming ermöglichte und auch das USB-Signal der ZV-E10 kein gutes Signal liefert, nutze ich das Clean HDMI der Alpha-Reihe. Dazu wird die Kamera an eine Capture-Card angeschlossen. Momentan nutze ich den Elgato Cam Link, um flexibel bei der Nutzung zu sein. Per USB 3 wird dieser Stick an den Rechner angeschlossen und die Kamera mit einem Macro-HDMI von der Kamera auf ein HMDI Stecker in der Capture Card verbunden. Damit ist potenziell die Aufnahme und das Streaming eines 4K Signals möglich. Die Capture Card binde ich danach als Quelle in OBS ein und nutzen von dort die "Virtuelle Webcam" in den verschiedenen Tools für die obligatorischen Videocalls. Die Kamera wird über einen Akku-Dummy mit Dauerstrom versorgt, sodass es keine Probleme mit den (leider kleinen) NP-FW50 Akkus gibt.

Der größte Vorteil ist hier die Qualität des Signales. Die Kamera hat ein Wechselobjektiv, sodass ich hochwertige Objekteive vom Typ E-Mount verwenden kann. Durch eine entsprechende Brennweite kann der Bildausschnitt variable gestaltet werden und eine große Blendenstufe sorgt für ein physikalisch erzeugtes Bokeh anstatt der virtuell generierten Unschärfe per Greenscreen und Color-Keying.

Freizeit: Fotografie und Videografie

Der größte Vorteil dieses Setups ist seine große Flexibilität. Zum Feierabend wird einfach die Dummy-Batterie und das Makro-HDMI Kabel entfernt, die Kamera vom Tischstativ geschraubt und dient ihrem eigentlichen Zweck - als kleine und handliche Kamera für Hobbyfotografie.

Auch hier sind die wechselbaren Objektive der ZV-E10 von großem Vorteil. Durch sie lässt sich die Qualität und Gestaltung der Bilder kreativ beeinflussen. Der kleine und kompakte Bauweise macht die Kamera außerdem zum perfekten Begleiter im Alltag. Sie ist unauffällig und schnell zur Hand und somit optimal für Streetfotografie geeignet. Beim Spaziergang im Wald liefert sie auch im Bereich Landschafts- und Tierfotografie schöne Ergebnisse. Im Schrebergarten dokumentiert sie die Entwicklung beim Bau der Gartenhütte und den Fortschritt der Beete und Pflanzen.

Durch die einfachen Handhabung habe ich ein kleines neues Hobby entdeckt, das mich nun schon seit ein paar Monaten begleitet.